Die Übertragung von Rechtsvorstellungen auf fremde Kulturen am Beispiel des englischen Kolonialrechts: ein Beitrag zur Rechtsvergleichung

Portada
Mohr Siebeck, 2000 - 217 pàgines
English summary: Helmut Janssen examines the problems arising when domestic concepts of law are transferred to foreign cultures. He chooses the judicature of the Judicial Committee of the Privy Council as an example. After giving a survey of the historical development of the colonial courts and the cultural background of their judges, he analyzes the case law on the applicability of English law in the British Empire. He explains how colonial judges applied their legal methods, terms, doctrines and procedures in order to understand Islamic, Hindu and indigenous laws in Africa and America - and shows how the judges' attempts to understand the foreign legal cultures failed. German description: Wie konnen wir fremdes Recht angemessen erfassen und begreifen? Helmut Janssen zeigt die Hindernisse auf, die einen Juristen bei der Beantwortung dieser zentralen Frage der Rechtsvergleichung scheitern lassen konnen. Er untersucht hierzu an ausgewahlten Beispielen, wie die englische Kolonialrechtsprechung ihre Rechtsvorstellungen bewusst oder unbewusst an die verschiedenen Kulturen des Empire herangetragen hat. Dazu stellt er im ersten Teil seiner Studie die Gerichte des Empire mit dem Privy Council an ihrer Spitze dar, betrachtet exemplarisch die gerichtlichen Vorinstanzen in den Kolonien Indien und Goldkuste und untersucht die Herkunft der Richter, die an diesen Gerichten tatig waren. Nach welchen Regeln erklarten Kolonialgerichte fremdes oder eigenes Recht fur anwendbar? Auf welche Weise ermittelten sie das fremde Recht? Helmut Janssen erortert diese Fragen und berucksichtigt dabei insbesondere den Export britischer grundstucksrechtlicher Vorstellungen und die Anwendung islamischen und hinduistischen Rechts. Anschliessend geht er auf die Verbundenheit der Kolonialgerichte mit bestimmten Wertvorstellungen ein und untersucht, wie sich das Rechtsquellenverstandnis einer Schriftkultur in Verbindung mit dem englischen Verfahren der Konfliktlosung auf die Rechtsanwendung ausgewirkt hat.
 

Què en diuen els usuaris - Escriviu una ressenya

No hem trobat cap ressenya als llocs habituals.

Continguts

Einführung
1
Der Privy Council als Gericht
8
Zusammenfassung
26
A Indien 28 A Indien
28
Drittes Kapitel
43
Zusammenfassung
55
B Grenzen des anwendbaren Rechts
66
Ermittlung des fremden Rechts
72
B Kolonialrechtsprechung
139
Gründe für die Fehlanwendung des islamischen Rechts
148
A Billigkeit und natürliche Gerechtigkeit
154
B Fortschritt und Zivilisation
163
Zusammenfassung
172
Zusammenfassende Analyse
189
Literaturverzeichnis
197
Entscheidungsverzeichnis
205

Zusammenfassung
84
Zusammenfassende Analyse
127
Sechtes Kapitel
135

Frases i termes més freqüents

Referències a aquest llibre

Sobre l'autor (2000)

Helmut Janssen, Geboren 1966; 1987-92 Studium der Rechtswissenschaften und Politologie in Munster; 1992-94 Wiss. Mitarbeiter am Institut fur Internationales Wirtschaftsrecht, Munster; 1994 Visiting Scholar an der School of Oriental and African Studies, London; 1994-96 Referendar in Hamburg, Toronto und Brussel; 1997 LL.M.; seit 1997 Rechtsanwalt in Hamburg; 1999 Promotion.

Informació bibliogràfica