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Miscellen.

Ein neuer Fluss auf Neu-Guinea.

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Der verdienstvolle Forschungsreisende S. M'Farlane, welcher an der Spitze des Missionswesens in Neu-Guinea und der Torresstrasse steht, wird in seinem Berufe von dem Rev. W. G. Lawes wacker unterstützt. Im Januar dieses Jahres machte der letztere von Somerset aus, an der Nordspitze der Colonie Queensland, auf dem Missionsdampfer „Ellengowan“ eine Inspectionsreise nach Neu-Guinea, besuchte Port Moresby, wo er früher zwei Jahre lang stationirt war, und nahm von dort mehrere Missionslehrer waren Eingeborene von den Südsee-Inseln nach Hood Bay, um hier einen neuen Wirkungskreis für sie zu eröffnen. Hood Bay, ungefähr 60 Miles südöstlich von Port Moresby, liegt in 10° 5' S. Br. und 147° 49′ O. L. Greenw., und hier befindet sich der grosse und bevölkerte Ort Kerepunu, welchen der Rev. S. M'Farlane auf seiner berühmten Forschungsreise an der Südost-Küste der Peninsula von Neu-Guinea zum ersten Male besuchte. Er entdeckte damals einen in die Hood Bay einfallenden Fluss, welchen er den Dundee nannte (vergl. diese Zeitschr. Bd. XII. S. 15 f.). Rev. W. G. Lawes erfuhr nun, dass westlich von Kerepunu ein noch bedeutenderer, ja überhaupt der bedeutendste Fluss dieser Gegend, an welchem das grosse Dorf Kalo liege, in die Hood Bay einmünde. Der Missionar, welchem die geographische Erforschung von Neu-Guinea ebenfalls warm am Herzen liegt, liess sich von Kerepuniten dahin führen. Man wanderte zu Fuss an der Meeresküste entlang und hatte ungefähr 7 Miles zurückzulegen. Der schöne Fluss zeigte an seiner Mündung eine Breite von 150 Fuss, zu beiden Seiten lief zwar eine Sandbank hin, aber in der Mitte bot er eine tiefe und bequeme Einfahrt. Die Strömung war ziemlich stark, und das Wasser hatte einen durchaus salzfreien Geschmack. Der Rev. Lawes wählte für seine geographische Entdeckung den Namen,,Kemp Welch", zu Ehren des Cassirers der London Missionary Society.

In Band X, Seite 335 und folg. gaben wir eine Beschreibung der Forschungsreise des Obersten P. Egerton Warburton durch den grossen unBekannten Westen Australiens. Auf dieser gefahrvollen Reise war es, nach dem Zeugnisse des Obersten, eigentlich der die Expedition begleitende eingeborene Knabe Charlie, welcher die Caravane durch seinen ausgezeichneten Spursinn vom Untergang rettete. Derselbe wurde dann gewissermassen von seinem Herrn aus Dankbarkeit adoptirt und nahm den Namen Charlie Warburton an. Zu unserm Bedauern wird uns aus Adelaide berichtet, dass der arme Charlie durch einen traurigen Unfall das eine Bein verloren habe und dass ihm nunmehr in der vortrefflich von dem Rev. Taplin geleiteten Missionsanstalt für Eingeborene am Point Macleay, am östlischen Ufer des Lake Alexandrina, ein bleibender Aufenthalt gesichert worden sei.

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ind gestellt sehen. Nur im ersten Falle kommt die Entwickelung · occidentalen Kunde von China zum Ausdruck, während im zweiten Vortrag sich eher in eine Zeichnung der Kunde China's vom ident, resp. auch nur Central-Asiens umwandelt, das Eine jedoch das Andere gleich belehrend und dankenswerth. Characteristisch den bis auf den Grund drängenden Trieb des Verfassers ist es aber, dass er den Beziehungen zwischen Orient und Occident st bis in vorgeschichtliche Zeiten, wo nur noch linguistische Anspunkte sich zu kühnen Schlüssen als Stützen bieten, nachspürt, Wagniss, das vielleicht zur Einsprache von fachwissenschaftlicher e Anlass bieten dürfte. Eine solche ist auch nicht ausgeblieben , wo unser Autor die Wege nachzuweisen sucht, auf denen : in geschichtlicher Zeit der Verkehr zwischen dem fernen Orient Occident der Alten Welt sich vollzogen hat (s. Verhandl. der Gech. f. Erdk. 1877, S. 95). Aber hier ist er doch nach der 1 Seite hin durch die Kenntniss des Schauplatzes jener Bewegen gut gedeckt. Es gebricht uns an Raum, um alle die Parkte führen, in denen der Verfasser neue Identificationen und L ationen der von den Alten uns überlieferten Namen und Be nheiten, oder neue Erklärungen, wie z. B. hinsichtlich des oers alen Namens der Chinesen, in Vorschlag bringt. Noch weniger en wir in eine Prüfung all dieses Neuen, die nur in pz.alsuchungen gegeben werden kann, hier eintreten. Vieles in m langen Abschnitt ist sogar nicht neu, sondern nur Reproon der von älteren Schriftstellern gewonnenen Resultate. Ater ind im höchsten Grade preiswürdig ist die Zusammentraz .:.Z. rung, klare und geistreiche Verarbeitung derselben. Ein solches mmtbild dieser Verhältnisse fehlte bisher vollständig. ob al vielfältigen Monographieen durchaus nicht gebrach. Der Ver hat diese mit einem wahren Bienenfleisse durch-acht, and vortreffliche, geschichtlich-geographische Arbeit, wie se een ein bedeutender Geist in so kurzer Zeit herzustellen vermo wa, e Frucht desselben.

In Summa: Die Vorhalle zu Ferdinand v. Rich'Lofen's Chica otz mancher Irrthümer oder Uebereilungen in Eltze, eten de wenn es darauf ankäme, glauben nachweisen za 15 min. en ein so hervorragendes und schwerwiegendes Werz dos man ohen Erwartungen der Fortführung desselben und der E in das eigentliche Beobachtungsfeld des Verfanera, entzogene darf. Wie der erste Band, so werdes a

Reisebeschreibung sein, die der Verfasser späte vetelt ge rt zu bringen gedenkt. Derselbe verspriest zwei Bude mes t zu schreiben, ein vierter, für paintonge Linge seitens durch renommirte Fachgelebrte bearbeitet werd Denn

Uebersicht der vom November 1876 bis dahin 1877 auf dem Gebiete der Geographie erschienenen Werke, Aufsätze, Karten und Pläne.

Von W. Koner.

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