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Dritter Bericht über die Thätigkeit der Carl Ritter

Stiftung. Auch unseren diesjährigen Bericht eröffnen wir mit einem allen Beitragenden abzustattenden aufrichtigen Danke. Gewiss wünschten wir der Sache, die wir vertreten, eine allgemeinere Theilnahme, aber immerhin ist die Entwickelung der Stiftung bei so manchen beeinträchtigenden Verhältnissen eine erfreuliche zu nennen. Leider findet das von mehreren Mitgliedern der Königsberger Physikalischen Gesellschaft gegebene Beispiel eines jährlichen Beitrages nur wenig Nachahmer. Trotzdem hat die Carl Ritter-Stiftung auch im verflossenen Jahre wieder gerade durch ihre Stabilität und den, wenn auch noch so schwachen Rückhalt, den sie gewährt, sich ein neues Verdienst erworben. Es ist uns nämlich gelungen, den hoffnungsvollen Reisenden Herrn v. Beurmann nicht allein unter Englischen, im östlichen Theile Binnen - Afrika’s sehr einflussreichen, Schutz zu stellen, sondern wir haben ihn auch durch Eröffnung eines Kredites bei dem Engl. General - Consul Major Hermann in Tripoli und dem dortigen, neuerdings nach Bengāzi versetzten, Vice-Consul Mr. Reade die Möglichkeit verschafft, sein ReiseUnternehmen ohne Unterbrechung fortzuführen, was ihm ohnedem nicht möglich gewesen wäre. Demzufolge haben wir obengenanntem Herrn denn 200 Pfd. Sterling übermacht, wovon die einen Hundert uns von dem Herrn Ober - Präsidenten v. Beurmann, dem Vater des Reisenden, der auch unserer Stiftung einhundert Thaler geschenkt hat, wiedererstattet sind, während von den anderen 100 Pfd. Sterling, oder 667 Thlr., 190 Thlr., wie S. 79 specificirt, von der hiesigen Carl Ritter-Stiftung, 50 Thlr. von der jungen, aber unter Herrn Dr. H. Lange's Vortritt schon rüstig thätigen Leipziger gleichbenannten Zweig-Stiftung, 100 Thlr. von der Leipziger Morgenländischen Gesellschaft getragen, und 75 Thlr. durch eine von Herrn Prof. Pott in Halle, 50 Thlr. durch eine gleichfalls von Herrn Dr. H. Lange in Leipzig veranstaltete Sammlung gedeckt sind, der Rest von etwa 200 Thalern von uns noch vorgeschossen bleibt in der Hoffnung, dass er durch weitere Beiträge gedeckt werden wird. Von obigen, von uns nach Tripoli übermachten 200 Pfd. Sterl. ist die Hälfte schon für Bedürfnisse des Reisenden dort verausgabt, die Hälfte, nämlich 100 Pfd. Sterl. hatte der GeneralConsul Major Hermann zur Zeit noch unangerührt in seinen Händen, aber wir haben ihm seitdem geschrieben, er möge auch diese Summe, wo möglich, dem Reisenden auf die sicherste Weise zugehen lassen, am besten durch Nachsenden meines früheren Dieners Mohammed, so schwer auch augenblicklich ein solches Nachsenden zu sein scheint, da es fast den Anschein hat, als hätte der Reisende, vom Brunnen Agadem aus, sich direkt über Kanem nach Wadāi gewandt, ohne Bornu zu berühren.

So müssen wir uns denn der Hoffnung hingeben, dass der wahre Charakter dieser Stiftung stets besser erkannt werde und unter günstigeren Umständen schnelleres Gedeihen finden möge. Es ist der stillzurückgezogene Charakter des edlen Mannes, dessen Namen sie trägt, der ihre weitgreifende Bestimmung bei dem grösseren Publikum verkennen lässt; wir werden ihr unsere Theilnahme auch unter den unerfreulichsten Verhältnissen bewahren. 3 Berlin, den 31. December 1863. 72

H. Barth,

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Rechnung
über die Einnahmen und Ausgaben der Carl Ritter-Stiftung

für das Jahr 1862.

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Seine Majestät der König . ...
Seine Königl. Hoheit Prinz Adalbert von Preussen 50 Thlr. Gold
Seine Excellenz der Hr. Staatsminister von Bethmann-Hollweg .
Die Besitzer des geographischen Instituts in Weimar Herr C. Voigt

und E. F. Günther . . . . . . . . . . . . . . . Herr Dr. Heinrich Barth in Berlin, jährlichen Beitrag . . . .

und das Honorar für verschiedene, in der Zeitschrift für Erd-
kunde veröffentlichte, Briefe von Reisenden und eigene Mit-
theilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hauptmann G. Schubert in Dresden . . . . . . . .

Von demselben gesammelt in Dresden . . . . . • Prediger Lierow in Lohmen in Mecklenburg ...

Von demselben gesammelt . . . . . . . . • Geheimer Commerzienrath Alexander Mendelssohn ... Dr. Parthey in Berlin · · ·

· · - Theodor Dill in Hamburg. . . . . . . . .

Graf v. Schlieffen auf Schlieffenberg . . . . . .
Graf von Blankensee in Berlin . . . . . . . .
General - Superintendent Dr. Hoffmann in Berlin . .
Ober-Präsident von Beurmann auf Oppin bei Halle ...
Hofrath Dr. Alexander Ziegler in Dresden . . .
Professor Dr. Wappaeus in Göttingen . . . . . . .

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Diejenigen dieser Beiträge, die bis Anfang Februar eingegangen waren, sind schon am Ende des vorjährigen Verzeichnisses Bd. XII. S. 144 dieser Zeitschrift mit aufgeführt, sind aber hier zur vollständigen Uebersicht der jährigen Beiträge wiederholt.

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