Imatges de pÓgina
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Warme Quellen des Oesterreichischen Kaiserstaates.

Grade nach
Réaumur.

Lobogó, Kurort in Siebenbürgen, Kr. Udvarhely, 2700 Fuss über
dem Meere

San Zenone, Dorf in Venezien, Deleg. Treviso, Bez. Asolo, 450
Fufs über dem Meere .

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in

Neu-Sohl, ung. Besztercze - Bánya, slav. Banszka - Bisztricza,
Ungarn, Verw. Pressburg, Sohler Comit. Unter den zahlreichen
Schwefelsäuerlingen werden vorzüglich 7 benutzt
Unter-Keked, Dorf in Ungarn, Verw. Kaschau, Bez. Unter-Mislye.
Grofs-Slatina, ung. Nagy-Szalatnya, slav. Welka-Slatina, Markt
in Ungarn, Verw. Pressburg, Sohler Comit.

Lumsor, Puszta in Ungarn, Verw. Kaschau, Ungher Comit., 2000
Fufs über dem Meere .

17

17-14

17-8

17-8

16.5

16

Bodaik, slav. Budek, Markt in Ungarn, Verw. Pesth, Stuhlweissenburger Comit.

Balaton-Füred, Markt am Plattensee, Verw. Oedenburg, 462 Fufs

über dem Meere.

16-14

16-10

-r.

Weinbau in Californien.

Nach Hunt's Merchant's Magazine 1863, p. 172, betrug im J. 1862 die Ausfuhr an Wein, von einheimischen Trauben gewonnen, bereits 75,000 Gallonen, während 810,039 Gallonen ausländischer und in den Weindistricten der Vereinigten Staaten gewonnener Weine eingeführt wurden. Als diejenigen Districte und Gegenden, in welchen vorzugsweise der Weinbau getrieben wird, werden bezeichnet Los Angelos mit 1,200,000 Weinstöcken 1,138,800

Sonoma Thal

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Neuere Literatur.

Reise des Freiherrn Adalbert von Barnim durch Nord-Ost-Afrika in den Jahren 1859 und 1860, beschrieben von seinem Begleiter Dr. Robert Hartmann. Mit Abbildungen und Karten. Berlin (Georg Reimer) 1863. 4. und, Skizzen nach der Natur gemalt, von Denselben, in Queerfolio.

Es ist sehr erfreulich, auf einem Gebiete der Reisebeschreibung, die in letzteren Jahren so oft in die Hände von Touristen gefallen ist, die sich entweder wiederholen und abschreiben, ohne Neues zu bringen, oder nur persönliche Erlebnisse erzählen, einem höchst gediegenen Werke zu begegnen, das ausschliefslich aus dem Triebe entstanden, Tüchtiges zu leisten, nach dem leitenden Gedanken ausgearbeitet worden ist, die sich darstellenden Erscheinungen in Natur und Menschenleben mit Gründlichkeit nach allen Seiten zu erforschen und in voller Wahrheit und Lebendigkeit zur Anschauung zu bringen. So konnte denn, obgleich der Weg zum gröfsten Theil ein schon vielfach betretenes Gebiet berührte, das Untere und Mittlere Nilthal, und obgleich er nur selten ganz neuen Boden betrat und, wiewohl die Reise bis zur tragischen Unglücks - Epoche, von Tod und Todesschlummer auf schrecklichem Krankenlager, kaum 8 Monate umfasste, und die Folgezeit nicht allein für neue Erwerbungen und Forschungen ganz verloren ging, sondern auch Anlass wurde zu theilweiser Einbufse des schon Erworbenen, trotz dieser ungünstigen Umstände bei reichlich vorhandenen Mitteln doch viel Neues geleistet worden. Gewifs ist es selten, dafs sich ein Reisender mit so lebendigem Eifer in seinen Gegenstand nach allen Seiten einlebt, wie das hier geschehen ist und während das heutige Volk in seinen grofsen lebendigen Interessen so völlig in sein Recht eintritt, wird ein Jeder damit zufrieden sein, dafs die so schon so vielfach und in erschöpfender Weise behandelte archäologische Seite hier mehr zurücktritt. Allerdings war eine solche umfassende und übersichtliche Weise der Behandlung auch nur eben möglich auf einem Gebiete, wo es der Vorarbeiten so viele und zum Theil recht tüchtige gab, wo es also besonders galt, zu ergänzen und zu berichtigen und das vereinzelt Dargestellte zu combiniren und in lebendiger Auffassung und organischem Zusammenhang dem geistigen und leiblichen Auge vorzuführen. Aber das eben ist das Lobenswerthe an dieser Arbeit, dafs auf diesem schon breitgetretenen Felde überall nur eigene Ueberzeugung und Erfahrung mafsgebend gewesen ist, während die mannichfachsten eingealterten Vorurtheile nach besserem eigenen Urtheil bei Seite geschoben werden. Das Meiste ist nach dieser Seite auf dem Felde der Zoologie geleistet worden, wie denn auch der Verfasser auf S. 268 bei Gelegenheit der Bejūda-Steppe sich folgendermafsen ausspricht: „Aus flüchtigeren Reisen, wie der unsrigen, vermag nur gründliche, langjährige Beschäftigung mit der Zoologie, vermag nur eine durch selbstständige Beobachtung und eifriges Studium geübte Kenntnifs der geographischen Verbreitung, des Baues und der Sitten der Thiere, namentlich für die Naturgeschichte der Säugethiere einigen (und auch dann immer nur geringen) Nutzen zu ziehen“.

Am interessantesten und auch am reichsten an neuer Ausbeute ist unzwei

felhaft die südlichste Strecke der Reise, südlich von Rosēres, wo unter sehr unsicheren Verhältnissen die äufserste Grenze der Türkischen Herrschaft in den Nilländern erreicht wurde und lieferte hier der grofsartige Urwald Hoch - Sennar's besonders auch höchst malerische Gegenstände für das Skizzenbuch, die von Herrn Bellermann mit grofser Kunst ausgeführt worden sind. Hier nimmt eben durch das namenlose Unglück, das die beiden Reisenden betraf, der Bericht einen völlig dramatischen Charakter an, indem, anstatt erwarteter menschlicher Angriffe, das Fieber mit verheerendster Gewalt über sie hereinbrach. „Aber der Woled Hamr erschien nicht, statt seiner schlich sich ein weit grimmigerer, unversöhnlicherer Feind nach Famaka, ein Feind, mit welchem menschlicher Aberwitz vergeblich zu ringen sich vermafs" (S. 611). Es ist eben neben dem wissenschaftlichen Inhalt der melancholische Reiz des Persönlichen durch den nicht genug zu beklagenden Tod des jungen hoffnungsvollen Barons, was dem Werke das wärmste Interesse verleiht.

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So sind es neben der Zoologie und Botanik über deren Ausbeute die von Dr. Schweinfurth besonders herausgegebene Schrift „plantae quaedam Niloticae quas R. Hartmann collegit" speciellen Bericht erstattet überhaupt auch die verschiedenen Seiten des menschlichen Daseins vom einfachsten häuslichen Leben bis hinauf zu den verwickeltsten Gliederungen der Regierung und den höchsten Grundsätzen der Ethnographie und Anthropologie, die theils im menschlichschönsten Mitgefühl, theils in vorurtheilsfreier wissenschaftlicher Ergründung behandelt werden. Jedoch scheint es uns fast, als wenn der Verfasser auf diesem verwickelten Gebiete nach der kurzen Erfahrung, die ihm hier zu Gebote stand, etwas zu kühn auftritt, obgleich der besonders vorangestellte Hauptgesichtspunkt in Bezug auf die zahlreichen Stämme Nubien's, Sennâr's und der benachbarten Länder gewifs der richtige ist, nämlich die Ansicht, dafs selbst die jetzt arabisirten und arabisch redenden Stämme einheimischer Rasse und nicht eingewanderte Stämme seien. Besonders verweisen wir hier auf folgende Stellen S. 290 f. „Mehr noch als diese vereinzelte Angabe des verständigen islamitischen Gottesgelehrten (der angab, dass alle Stämme Sennâr's bis Habesch früher Funqi geredet hätten) dürfte wohl die Uebereinstimmung, welche zwischen der Schädel - Architektur, den Physiognomien, dem Körperbau, der Art und Weise sich zu kleiden und zu schmücken, in Sitten und Gebräuchen, diese Bejûdah - Nomaden mit Abâbdeh, Sukurîeh, Beśarīn, ja mit Ga alin, Seqieh, Berâbra und alten Egyptern herrscht, für die Aethiopische Abstammung auch eben dieser Beduinen sprechen“, in Verbindung mit dem Satz „Sind auch wirklich Araber von Osten her eingedrungen, haben sich solche nun auch theils durch Heirathen mit den Eingeborenen vermischt, theils auch wieder mehr und weniger rein erhalten durch immer wiederholte Familienheirathen, so müssten diese denn doch, gleich Tropfen im Meere, in der Masse eingeborener Aethiopenstämme verschwinden, könnten sich unmöglicher Weise als grofse, reine, unvermischte Arabertribus erhalten!" Aber etwas zu weit geht der Verfasser wohl, wenn er auch die im mittleren Negerland, besonders in Bornu und Bagirmi, wohnenden Śua, von denen ihm jede Anschauung oder genauere Kenntnifs abgeht, in diese Kategorie hineinziehen will (S. 290 und Anhang XL S. 50 allerdings mit cinem hinzugefügten Fragezeichen). Dieser zahlreiche Stamm weist entschieden Arabischen Ursprung auf, sowohl in seiner ganzen äusseren Zeitschr. f. allg. Erdk. Neue Folge. Bd. XIV. 30

. Retu

466 Neuere Literatur: Dr. Rob. Hartmann: Reise des Frh. Ad. v. Barnim.

Erscheinung, seiner Physiognomie, Hautfarbe, vor Allem in seinem rein Arabischen Dialekt, der in den ursprünglichsten grammatischen Beziehungen von dem von Norden her in jene Länder eingeführten völlig abweicht, während er sich den Formen östlicher rein Arabischer Dialekte oft ganz nahe anschliefst; der also z. B. ganz das Gegentheil bildet des Arabischen Dialektes der Abu Rōf, der „gleich demjenigen der Fung und Baqâra mit unzähligen Fremdwörtern gemischt ist und undeutlich gesprochen wird mit häufiger Verschluckung der Endsilben und mit mangelhafter Konstruktion". Auch führen bis in das 15. Jahrhundert zurückgehende Urkunden jene Śua-Stämme stets als Arabische auf im Gegensatz zu den einheimischen schwarzen und rothfarbigen Stämmen.

Die verschiedenen Abschnitte des Wissenschaftlichen Anhanges enthalten manche interessante und sehr lehrreiche Ausführung. Hier will ich zuerst eine kurze Bemerkung zu dem längeren Abschnitt über die Tsetsefliege oder Surîța machen. Ich trete völlig den hier von dem Verf. (S. 45) aufgestellten Grundsätzen von der Unverträglichkeit des tropischen Klima's mit der Natur der meisten Hausthiere bei, wovon ich selbst während meiner fünfjährigen Reise in jenem Klima an Pferden und Kameelen zu wiederholten Malen die traurigste Erfahrung gemacht habe, aber doch kann ich nicht den aus diesem Grundsatz gezogenen Schlufs in Bezug auf die blos eingebildete Verderblichkeit jener Fliege unterschreiben: „, so scheinen denn Viehseuchen, die sich z. B. in Sennâr zur Zeit des Kharîf einstellen, in südlicheren Regionen jedoch in gewissen Landschaften zu jeder Jahreszeit grassiren, Veranlassung zur Annahme der unbedingt tödlichen Wirkung des TsetseStiches gegeben zu haben". Denn es ist unzweifelhaft, dass, man mag die Anwendung des Namens tsetse mehr beschränken oder ausdehnen, auf bestimmte Arten einer giftigen Fliege oder Bremse mit oder ohne gelbe Querbänder am Hinterleibe, solche in gewissen Gegenden Binnen - Afrika's in verderblichster Menge existiren und ganze Landschaften, besonders längs der Flussläufe, während gewisser Jahreszeiten für gewisse Thiere, besonders aber Pferde und Kameele, fast unzugänglich machen. Von dieser Seite habe ich besonders den Schāri vom Mai bis August und den mittleren Lauf des Niger (Isa) vom Januar bis Mai kennen lernen und, während ich selbst am ersteren Flufs nur durch Anwendung höchster Vorsicht und Eile mein Pferd rettete, verlor eine andere Gesellschaft von 13 Pferden 11, die in 8-14 Tagen nach empfangenem Stiche starben.

Dann wollte ich nur zur Besprechung des Fiebers im Anhang XL eine Bemerkung mir erlauben, die um so mehr an ihrem Platze zu sein scheint, als sie in direkter Beziehung zu dem tragischen Schicksal der Reisenden selbst steht. Es ist mir nämlich aufgefallen, dafs weder an dieser Stelle noch da, wo von der Behandlung der Kranken selbst die Rede ist, kein Wort gesagt wird über eine Reinigung von Galle und Magen vor definitiver Bewältigung des Fiebers durch Chinin. Dagegen muss ich nach wenigstens zwanzigfacher eigener Erfahrung jedem Reisenden, der jene ungesunden Gegenden der Tropen besucht, ans Herz legen, bei den ersten Symptomen fieberhaften Zustandes mit Purgativ und, wo möglich, einem tüchtigen Vomitiv die Keime des Uebels im Grunde wegzunehmen. Dann ist der Saft der dort einheimischen und von der Natur selbst dem Menschen geschenkten herrlichen Tamarinde unzweifelhaft dem Kranken unendlich viel heilsamer als Limonade, die weder dem schwachen Magen zuträglich ist, noch das Blut

reinigt und in dem Maafse kühlt, wie es jene ausgezeichnete Frucht thut. Schröpfen, besonders in dem Mafse, wie es hier zur Anwendung gekommen ist, wird wenigen Naturen zusagen. Zum Schlufs dieser kurzen Anzeige dieses vortrefflichen Werkes will ich nur noch bemerken, dafs vielleicht gar zu viele Sorgfalt auf die Rechtsschrreibung von Namen verwandt ist, wo sie doch nicht immer erreicht werden konnte. Auch werden Dinge des alltäglichen Lebens gar zu oft mit fremdartigen Ausdrücken benannt. H. B.

Sitzung der geographischen Gesellschaft zu Berlin

vom 9. Mai 1863.

Vor Beginn der wissenschaftlichen Thätigkeit brachte Herr Barth als Vorsitzender zur Anzeige, dafs auf sein Gesuch Se. Majestät der König die Gnade gehabt habe, der Karl Ritter-Stiftung ein abermaliges Geschenk von 100 Thlrn. zu bewilligen. Der Vorsitzende übergab hierauf die eingegangenen Geschenke und legte unter Anderem eine australische Zeitung „The Yeoman and Australian Acclimatiser" vor, welche eine ausführliche Auseinandersetzung über die Gründe des traurigen Ausganges der Expedition des Reisenden Burke enthält. Se. K. H. der Prinz Adalbert übergab alsdann das Werk seines verstorbenen Sohnes des Freiherrn Adalbert von Barnim und des Dr. Robert Hartmann.

Herr Brüllow hielt, mit Bezug auf seine bereits in der vorhergehenden Sitzung überreichte Karte, einen Vortrag über Australien, in welchem er die dortigen Kulturverhältnisse nach ihrer Entwickelung bis auf die Gegenwart, sowie die seit 1814 unternommenen Forschungsreisen und die Resultate derselben besprach.

Herr Wolfers gab eine Uebersicht der Temperaturverhältnisse des letzten Berliner Winters im Vergleich mit den Wintern von 1846 und 1859. Die Dauer derselben war, wenn man unter Winter den Zeitraum vom ersten bis zum letzten Tage, an welchem die Temperatur unter Null fällt, versteht, eine ziemlich verschiedene. Hiernach währte der Winter im Jahre 1846 vom 13. Dezember bis 19. Februar 69 Tage, 1859 vom 2. November bis 26. März = 145 Tage, 1863 vom 15. November bis 9. März 115 Tage.

Herr Barth theilte die durch den General - Consul Hermann in Tripoli an ihn gelangten (bereits mitgetheilten) Nachrichten über den Tod des Dr. Eduard Vogel, welche auf den Aussagen eines Dieners des unglücklichen Reisenden beruhen, mit. Weiter erwähnte Herr Barth die glückliche Ankunft der Herren Speke und Grant in Khartum. Endlich meldet ein von dem Herrn v. d. Decken aus Zanzibar d. d. 15. Febr. 1863 eingegangener Brief, dafs sich dieser Reisende am 8. Oktober 1862 von Mombas aus mit einer grofsen Karawane in Bewegung gesetzt habe, um den Kilimandjāro zu umgehen; da ihn aber ein feindlicher Stamm, die Wamasai, nicht durch ihr Land liefs, so wandte er sich dem Kili

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