Imatges de pàgina
PDF
[graphic][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][ocr errors][ocr errors][subsumed][ocr errors][subsumed][ocr errors][ocr errors][subsumed][subsumed][ocr errors][ocr errors][subsumed][subsumed][merged small][subsumed]
[graphic][merged small][merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors]

Wir lassen hierauf eine l'ebersicht der Zahl der freigelassenen und entlautenen Sklaven nach den beiden Census von 1850 und 1860 folgen.

[graphic][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][ocr errors][subsumed][ocr errors][subsumed]

theilung zerfällt, bildet die Hauptstadt Rio de Janeiro oder Säo-Sebastiao-deRio-de-Janeiro ein unabhängiges Municipio, Municipio da Córte genannt, für sich. Die herrschende Race ist portugiesischer Abkunft. Sie bildet in den Städten die Mehrheit. Einwanderung aus Portugal, zumal von den Azoren, trägt dazu bei, dies Verhältniss aufrecht zu erhalten. Den zweiten Hauptbestandtheil der Bevölkerung bilden die Neger, zumeist als Sklaven. Auf dem Lande haben sie das entschiedene Uebergewicht. Die Vermischung zwischen Weissen, Schwarzen und ihren Abkömmlingen hat eine Unzahl schwer zu unterscheidender Varietäten hervorgerufen. Ein grosser Theil der Leute solches Ursprungs ist immer noch Leibeigene; ein anderer fasst allmälig in der regelmässigen Gesellschaft festen Fuss und zeichnet sich aus durch geistige Begabung und die Fähigkeit, sich alle europäischen Kenntnisse anzueignen. An vielen Orten haben sie noch unter Vorurtheilen zu leiden, welche sie oft hindert, Verbindungen einzugehen, wie sie solche nach ihrer erworbenen Stellung beanspruchen dürften. An manchen Stellen treten die civilisirten Eingeborenen nach und nach in die Bevölkerung ein, jedoch, ohne sich mit der übrigen zu vermengen. Fischfang und Jagd sind ihre Hauptbeschäftigungen; im Allgemeinen sind sie müssig und gewöhnen sich nur schwer an anhaltende Arbeit. In Rio de Janeiro, Bahia, Pernambuco sind viele Franzosen, Engländer und Deutsche als Kaufleute ansässig; auch treiben sie daselbst Gewerbe. In den übrigen Städten an der Küste und im Innern ist ihre Zahl gering. Die verschiedenen Colonisationsversuche haben viele Europäer ins Land gebracht und bringen deren noch, namentlich Deutsche, deren Charakter sich indessen auch in der neuen Heimath erhält. Chinesen sind nur erst in geringer Zahl herbeigezogen. Sie gehören den niederern Classen an und werden von den Brasilianern und Europäern zurückgesetzt, so dass sie sich nur schwer mit der übrigen Bevölkerung vermischen, wesshalb man Abstand davon genommen hat, von ihnen noch mehr einzuführen. Doch meint der Verfasser, dass die Colonisation der nördlichen Provinzen nur durch Chinesen und Hindus werde bewirkt werden könne. Von den neuerdings so vielfach besprochenen Bedrückungen der neu eingeführten, namentlich deutschen Ansiedler kein Wort. Der Verfasser giebt hierauf eine Liste der Stämme, welche zur Zeit der Entdeckung das Land einnahmen. Als Landessprache gilt die portugiesische. Die Aussprache weicht etwas von der Schreibweise ab. Das französische Element findet in die Sprache leichten Eingang, namentlich in Folge der Neigung der Brasilianer zum Studium der französischen Literatur, indem man nicht nur Uebersetzungen, sondern auch Urtexte in Aller Händen findet. Auch bildet die französische Sprache einen vorgeschriebenen Bestandtheil des Schulunterrichts, wird auch in zahlreichen Prüfungen verlangt. Die Rechtschreibung des Portugiesischen ist nicht fest, sondern mehr oder minder willkürlich, selbst in öffentlichen Schriftstücken. Die Eingeborenen, zum grossen Theile in wildem Zustande, reden verschiedene Dialecte, der Guarani- oder Ouaranisprache. Das eigentliche Guarani wird längs des Paraná, des Uruguay und des Ubicuy oder Ibicuy geredet, auch in der

Umgegend des Pilcomayo oder Pilcomago. Das Guarani - tupi, auch „lingua geral“ genannt, hört man bei den Tappes in der Provinz São Pedro-do-Sul, bei den Tupis an der Bai von Todos - os - Santos, bei den Petiguares längs des Parahyba - do -Norte und in der Provinz Ceará, bei den Tupinambas oder Topinambous in den Provinzen Bahia, Sergipe, Pernambuco, Maranhão und Pará. Andere Dialecte sind das Omagua, das Machacaris. Die wilden Guaycurús sprechen neben dem Enakagas auch portugiesisch. Alle Dialecte sind einander sehr ähnlich und klingen durch ihre zahlreichen Vocale im Allgemeinen wohllautend. Die europäischen Vocale und Consonanten reichen für das Guarani nicht aus. Dies war als Lingua geral am Amazonenstrome so verbreitet, dass das Portugiesische erst 1755 eingeführt zu werden begann, bis zu welcher Zeit jenes in öffentlichen Angelegenheiten und auf der Kanzel allein gebräuchlich war. S-g.

Neuere Literatur.

J. v. Liebig, Die Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiolo

gie. 2. Thle. 7. Aufl. Braunschweig (Vieweg u. S.). 1862. gr. 8.

Als der berühmte Verfasser vor nunmehr 23 Jahren die 1. Auflage dieses Werkes erscheinen liess, erregte dasselbe in allen Kreisen, auch ausserhalb Deutschlands die grösste Aufmerksamkeit. Es erschienen nicht nur hinter einander 6 Auflagen in 6 Jahren, sondern dieses Werk wurde auch fast in alle europäischen Sprachen übersetzt. Ganz besondere Aufmerksamkeit erregte dasselbe in England, und der englische Landmann war mit der dem britischen Volk eigenen Energie sogleich bereit, Liebig's ausgesprochene Grundsätze ins praktische Leben einzuführen. Es entstand eine grossartige Düngerfabrik, bei welcher sich Liebig selbst betheiligte, und den Dünger nach seinen Angaben bereitet in den Handel brachte. Allein die Resultate entsprachen den Erwartungen nicht, und während man von einer Seite Liebig's Ansichten durchaus verwarf, war man von vielen Seiten aus bemüht, durch Vegetationsversuche Untersuchungen der Pflanzenaschen und der Bodenbestandtheile, die mit allen Hülfsmitteln der Wissenschaft unternommen wurde, eine genauere Einsicht über die zur Ernährung der Pflanze nothwendigen Bedingungen zu erlangen. Liebig's 7. Auflage seines Werkes, die jetzt nach einem Zwischenraum von nunmehr 16 Jahren erscheint, ist mit Benutzung des gesammten Materials geschrieben, wobei er mit bekannter scharfer Feder gegen die Ansichten seiner Gegner zu Felde zieht. In der Vorrede betrachtet Liebig diese Ausgabe gleichsam als ein Vermächtniss, indem er in diesem Werke die gewonnenen Resultate niederlegt und zur Fortsetzung der Versuche auffordert, er hebt die grossen Schwierigkeiten der Untersuchungen auf diesem Felde hervor, die bei der Dauer einer jeden Vegetationszeit von mindestens einem Jahre ihm bei seinem vorgerückten Alter nicht mehr gestatten, der Hoffnung Raum zu geben, dass die Erfolge seiner Lehren noch während seines Lebens zur allgemeinen Geltung ge

« AnteriorContinua »