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habe ich undigungen

Kwógwuru sind zum Theil einander unverständlich. Die Sprachen von Gbári und von Asú oder E'bbé sind nahe mit dem Núpe verwandt; die von Bása und den dahinter gelegenen Ländern sind dem Kámbari verwandt“.

So weit Baikie, der, weil er in diesen Gegenden fast 7 Jahre weilte, die von mir zum grössten Theil im entfernten Kanó von den Eingeborenen eingezogenen Erkundigungen in vielen Punkten berichtigen konnte. Dazu eben habe ich diese Daten als Anleitung oder Leitfaden für spätere Forschungen mitgetheilt; aber die Hauptzüge sind alle stehn geblieben; so die grosse Correction, die ich schon damals in die Aufnahme dieser Gegenden brachte, dadurch, dass ich zeigte, wie sehr Lander auf seiner Rückreise von Sókoto nach Badágry sich mit Bezug auf die Lage von Darróro (Baikie's Dároro) geirrt habe, indem er es ganz in die Nähe von Yákoba versetzte, während es an 100 Engl. Meilen entfernt liege (S. meine Reisebeschreibung, Th. II. S. 677, Engl. Ausg. S. 565). Diese Hauptzüge hat nun Baikie völlig bestätigt, hat aber im Einzelnen hier eine Menge neuer Gliederungen und Abgrenzungen anbringen können, und, wie gesagt, manche einzelne Berichtigungen.

IV) Von einzelnen Erzeugnissen dieser Länder will ich hier im Anschluss an meine eigenen, in meinem Reisewerke zerstreuten, Angaben die sehr interessante Auskunft ausführlich wiedergeben, die Baikie uns nun über die in jenen Gegenden vorkommenden Salzarten mittheilt (in Despatches No. 9).

1) Neben dem Vorrath von Salz, der von Bilma, von den Grenzen (vielmehr im Herzen“) der Grossen Wüste herbeigeführt wird, erhält man im Sudan einen beträchtlichen Vorrath aus einer anderen Quelle, nämlich, von der Oberfläche feuchter Wiesengründe und Sümpfe, oder, wie sie auf Hausa genannt werden, fáddama. Indem hier der · Boden mit Salz stark geschwängert ist, wird das Wasser, das wäh

rend der Regenzeit sich ansammelt, damit gesättigt und so bleibt dann, wenn das Wasser während der trockenen Jahreszeit verdunstet, das Salz in grosser Menge, auf und nahe der Oberfläche des Bodens, zurück. Dies findet im Nordwesten statt in Kábbi (Kebbi), an zum wenigsten drei Stellen, nämlich Ráha und Búnza in der Nähe von Gando (Baikie schreibt Gwandu) und Fógo' nach Sai bin, und dieses letztere Salz versieht die ganze Karawanenstrasse bis nach Gónja [im Norden von Asante). Aber eine bei Weitem grössere Menge Salz wird gewonnen aus dem angeschwemmten Sumpflande längs des nördlichen Ufers des Flusses Binuē '), von Keyána in Dóma bis Bománda in Hamarúa. Unter diesen letzteren Plätzen ist das Salz von Awayē in Bautschi

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das am meisten geschätzte. Von diesen Stätten wird es nach Adamaua und Korórofa verführt, wo es ein bedeutendes Mittel des Verkehrs bildet, weiter nach Láfia Béribéri, Kaffi Abdezanga und Tóto, nach Nüpe, Ilórin, Zäria und selbst nach Käno. Es wird in Klumpen von der ungefähren Gestalt eines Schinkens gebracht, und diese Klumpen heissen gbaüra. Das Salz ist, so weit ich es gesehn habe, von einer dunkelgrauen oder bräunlich grauen Farbe und bildet kleine Krystalle. Es hat einen sehr guten Geschmack und ist frei von jeder Bitterkeit. 2) Eine andere Quelle des Salzstoffes kommt von der Asche einer oder mehrerer Arten Gräser, die in grosser Menge an sumpfigen Stellen wachsen und sich in Käbbi, Nüpe, in Baütschi, bei Bománda, und auch in Korórofa, Adamaua und an anderen Stellen finden. Man verbrennt das Gras, vermischt die Asche mit Wasser, das den Salzgehalt auflöst; und so bleibt, wenn das Wasser durch Kochen verdampft ist, das Salz zurück. Dieses Salz ist leidlich weiss, in sehr kleinen Krystallen, aber es ist nicht sehr angenehm, noch auch sehr gesucht, und man gebraucht es nur seiner Billigkeit halber, oder an Plätzen, wo kein anderes Salz zu haben ist. Von den Hausa-Leuten wird es zakänko, von den Nüpe-Leuten liggama genannt. 3) Ausser diesen [beiden] Arten von Salz erhält man an solchen Stellen, wohin Salz sonst selten hinkommt, einen salzartigen Stoff dadurch, dass man der Nahrung beim Kochen einfach Holzasche beimischt und in einigen Ländern, wie in Gbäri, wird von dieser Art ausgedehnter Gebrauch gemacht. Zu dieser Holzasche habe ich selbst häufig, wenn Salz entweder auf die Neige ging, oder in Fällen, wo sein Preis meine Mittel überstieg, meine Zuflucht genommen und, wenn man sich einmal etwas daran gewöhnt hat, und man sie nicht in Uebermass anwendet, ist sie nicht unangenehm; jedenfalls nimmt sie der vegetabilischen Nahrung ihre Geschmacklosigkeit. In der That bleiben ohne Zuthat von Asche viele Arten grüner Waare hart, selbst nach langem Kochen. „Von dem Salz von Bilma, oder wie es auf Hausa genannt wird, „Bálma“, von dem „gälló“ oder dem Salz von Timbuktu [vielmehr dem nach Timbuktu gebrachten Salz von Taödénni] und von dem Erdsalz von Fogo oder Fógho in Kebbi, hat Dr. Barth aus persönlicher Anschauung in den betreffenden Bänden seiner Reise Bericht erstattet. „Von dem westlichen Theile Adamaua's bis nach Dóma fliesst der Binuë durch eine weite Gegend flacher Thallandschaft, die nur hier und da von kleinen Hügeln oder Eruptionsfelsen gelegentlich unterbrochen wird und es ist in diesem Alluvionsboden, aber nur auf seinem nördlichen oder rechten Ufer, dass man diese Art von Salz findet, in Dóma, Baütschi und Hamarüa. Denn, obgleich flache Landschaft sich auf der Südseite bis auf eine Tagereise jenseit Wukári erstreckt, scheint doch kein Salz dort gefunden worden zu sein. Barth giebt") an, dass bei Bománda keine Thalbildung sei, aber im Jahre 1854, als wir [auf der Plejad] längs des Ufers passirten, nur in der Entfernung von wenigen Meilen von Bománda, sahen wir in seiner Nähe nichts als sumpfigen Alluvialboden, während die gesammte Oberfläche dermassen mit Wasser bedeckt war, dass wir, im Falle es nöthig gewesen wäre, unser Dampfschiff hätten dorthin bringen können. Da damals die Regenzeit herrschte, hatten wir zur Zeit keine Mittel zu unserem Gebote, um ein auf persönlichen Beobachtungen basirtes Urtheil zu fällen; aber Handelsleute, die Bománda genau kennen, haben mir berichtet, dass Salz dort im Alluvialboden eben so reichlich ist, wie bei Awayë und Keyána“. Zu diesen Bemerkungen fügt Dr. Baikie (in Inclosure in No. 9) ein besonderes Verzeichniss der hauptsächlichsten Plätze, wo dieses Erdsalz (surface salt) gefunden wird, und theile ich es hier mit. In der Provinz Kébbi oder Käbbi an folgenden Plätzen: Ráha, in der Nähe von Gwändu [Gando]; Bunza, ebenda; Fógo (mein Fóga), weiter westlich. In der Landschaft Döma: in Kéyana [gewöhnlich Keyána bei ihm accentuirt]; Kudüfu, westlich von Kéyana; Giza, südwestlich von Kéyana. [Hier fehlt der von mir im 2. Theil S. 689 als Salzplatz oder garin gisheri erwähnte Ort Tünga.] In der, aus vielen kleinen, individuellen heidnischen Bruchstücken bestehenden, von den Eroberern Ba ütschi genannten, Provinz: in Awayé, ostsüdöstlich von Láfia-Béribéri; Azáia, östlich von Awayë; Ribi, zwischen Kóro und Awayë; Kánje, südlich von Awayë; Doiya, nördlich von Awayë;

salzartige Erde vorkommt, die im Wasser aufgelöst, filtrirt und dann abgelaucht das Salz liefert, das man bei den Bari findet.

') Hier hat Dr. Baikie mich wohl missverstanden; denn, indem ich sagte (Th. II. Deutsche Ausg. S. 599, Engl. Ausg. S. 502 Note), dass ich gehört hätte, dass in Bománda das Salz ebenso gewonnen werde, wie in Fógha, wo eine enge, markirte Thalbildung ist, fügte ich hinzu, dass eine solche Thalbildung in Bománda nicht Statt zu finden scheine, und dass desshalb Dr. Vogel vielleicht Recht habe, der behaupte (s. diese Zeitschrift Bd. VI, 1856, S. 485), das Salz an dieser letzteren Stelle werde nicht aus dem Erdreich, sondern aus den dort wachsenden Gräsern ge wonnen. Uebrigens habe ich zu bemerken, dass in der deutschen Stelle anstatt des zweiten Fögha: Bom án da zu lesen ist.

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VI.

Ueber den Abfluss des Wassers aus dem Innern Grönlands durch Quellen unter dem Eise. Nach einer Abhandlung von H. Rink.

Von A. von Etzel.

Ganz Grönland mit den dazu gehörenden Inseln, von der Südspitze bis zu dem 74. Breitengrade, kann wohl auf ein Areal von 16,000 Quadratmeilen veranschlagt werden. Obschon das Innere völlig unbekannt und unzugänglich ist, hat man doch Grund zu der Annahme, dass es von Norden nach Süden durch einen Bergrücken in zwei Theile zerschnitten wird, von denen der eine, falls er nicht ganz unter Eis begraben wäre, lauter Ströme oder Flüsse haben würde, welche in die Davis-Strasse und Baffins- Bucht münden, während die des andern ihren Abfluss in das Eismeer oder atlantische Meer nehmen müssten. Es ist hinreichender Grund vorhanden, anzunehmen, dass diese Wasserscheide näher gegen Osten als gegen Westen liegt, und man könnte dann die Behauptung aufstellen, dass von jenen 16,000 Quadratmeilen wohl 10,000 ihren Abfluss in die Baffins-Bucht und Davis-Strasse haben. Von diesen 10,000 Quadratmeilen kann man dann wieder 1600 als den Halbinseln und Inseln zufallend annehmen. Dieser Theil des Landes, der so reichlich vom Meere durchschnitten und umflossen ist und dadurch zugänglich gemacht wurde, hat selbstverständlich eine unzählige Menge Ströme, die das von dem Regen und dem aufgethauten Schnee und Eise entstehende Wasser fortführen; aber kein einziger von diesen Strömen hat Gelegenheit, eine einigermassen bedeutende Grösse zu erreichen, weil alle diese Landstriche im Innern von Gebirgen durchzogen sind, die den Wasserabfluss theilen, dieser somit überall einen nur kurzen Weg bis zum Meere hat, und kein Strom Gelegenheit bekommt, besondere Zuflüsse von den Seiten her zu erhalten. Die grösssten dieser Halbinseln oder Inseln erreichen wohl kaum ein Areal von 150 Quadratmeilen, und es giebt daher auch nicht einen Strom auf denselben, der den Abfluss von 50 Quadratmeilen sammelt; der grösste bisher dem Verfasser daselbst bekannte Strom kann der Annahme nach auf ein Hinterland von höchstens 32 Quadratmeilen veranschlagt werden; aber im Allgemeinen versteht man in Grönland unter einem grossen Strom einen solchen, der ein

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