Imatges de pàgina
PDF
[graphic]

de

dium der altägyptischen Mythologie so wichtigen Abhandlung Plutarchs „über Isis und Osiris“ sich erhalten hätte. Indem der Grieche darin (c. 31, p. 53 edit. Parthey) von dem rothhärigen Typhon und seinem Lieblingsthier, dem Esel, spricht, bemerkt er: „die aber sagen, dass Typhon aus der Schlacht auf einem Esel sieben Tage geflohen sei (zny guyny yevéolai), und als er davon gekommen sei, die Söhne Hierosolymos und Judaios erzeugt habe, der zieht offenbar die Jüdischen Geschichten in unsere Sage herüber.“ Ich weiss nicht ob es als zu viel gewagt erscheint, wenn ich die halb ägyptische, halb jüdische Sage - wie Plutarch so deutlich bemerkt - von der angedeuteten Flucht des Typhon auf die Stadt Avaris-Tanis beziehe. Jedenfalls ist der N Zusammenhang um so merkwürdiger als in der Heiligen Schrift, wie bereits früher angedeutet wurde, Tanis mit Mosis und den Juden in Verbindung gesetzt worden ist, die Erwähnung der Juden, wenn auch nur eben in einer sagenhaften Ueberlieferung, somit gar nicht etwa nebensächlicher Natur ist. Der Abscheu und das Gehässige, welches sich an alles Tanische knüpft, wenn wir Plutarch Glauben schenken dürfen, fand darin seine Begründung, dass die Verschworenen des Typhon den gewaltsam eingesargten Osiris durch die tanitische Mündung ins Meer entsandten. „Daher ist diese Mündung, setzt Plutarch hinzu, tre noch jetzt den Aegyptern verhafst und wird nur mit Abscheu genannt“ int (s. de Iside et Osiride c. 13, c.). — Niemand wird auch hier, wie ich glauben darf, den geschichtlichen Hintergrund verkennen, der von den Baal d. i. Sutech-Verehrenden Hyksôskönigen her den späteren Zeiten der ägyptischen Geschichte zuletzt nur noch als mythologische Sage erschien, die vollkommen zu entschleiern wohl erst weitere monumentale Entdeckungen abzuwarten sein dürften. Sage und Geschichte berühren sich an dieser Grenze so nahe, dass nur mit kritischen Hülfsmitteln auf Grund der Denkmäler die endliche Lösung zu hoffen steht.

idian von

Haaaten der Fulbe und Wangaraua zu sprechen, Völkerschaften, die Hochwas

fanwas Kuāra bedeutet. ommen.

tems sagt Park Engl. Original-Ausg., II, p. 274 davon nichts, dass ū sehr ge

kie Flusses nur ganz vorübergehend gewesen, im Gegentheil meinte fer getre

in der Fluss nun in wenigen Tagen fallen würde; aber wenn das mschnelle

Auruert hätte, würde er es sicherlich gemeldet haben, während er
nah from the 8th to the 16th nothing of consequence occurred
Ene war wichtiger für seine projectirte, unglaublich gefährliche Schiff-

and des Flusses. Auch unter seinem letzten Datum Nov. 16 sagt
| Fallen des Flusses.
II, p. 399.
löchst interessante und bedeutende Faktum ist in Baikie's Buch
Exploring Voyage gar nicht bestimmt dargestellt; im Gegentheil
: 79 vom 8. August , the river had not risen at all for nearly

1. 83, dass man erwartete, dass der Fluss bald steigen würde , as Niger in

3oon be rising; in dem, in Petermann's Mittheilungen I. S. 211 (Caillie)

len,, vorläufigen Bericht ist jenes Sinken bestimmt hervorgeboben. des mitt! the midst of the stream, which continued to dry of On the 3d

ugain on the sandbanks , when I perceived that the Kowara began
me having been observed about Jeba in the narrow creek on the

ann die wichtige Stelle S. 214 „Though the Kowara began to
nately to rise and fall in July, August is the proper time
its rise, without any danger of mistake. – Mit der letzten Be-
t's bei Rába am Haupt- Arm des Niger, der, oberhalb des Bénuē,
eszeit nur durch den Einfluss seiner kleinen Neben-
während sein Hauptarm im oberen Laufe seinen nie-

hat, ist es nun von höchstem Interesse, des Missionar Taylor's en Was itsha, unterhalb des Bénuē, wo dieser grosse Gebirgsstrom aterkanä

Kaum eser Jahres

mieser Jahreszeit ganz beherrscht, zu vergleichen. Taylor iren dem Ste etc. p. 369 von Juli 5 this is the proper time to ascend gleiches

hout encountering any danger, also gerade dann, wenn er
nigsten Wasser hat.
drückt sich nicht ganz bestimmt aus. p. 275 sagt er „the river
ut Saturday March 22 nd since which time it had increased about
p. 286 sagt er „on March 30th the river appeared to have risen

the preceding week“. Wie das Folgende zeigt, fiel der Fluss nicht
dfield II. p. 276 „from absolute measurement with a line I found,
1 in the level of the water in the course of the year was nearly

ehlen auch hier wieder einzelne scharfe Angaben über den Stand
- 273.
sionar. Taylor's Bemerkung „at this season the river falls very
ruht wohl nicht auf individueller Beobachtung.
he über diese eigenthümliche Natur des Komādugu in dieser Jah-
ende Stellen bei Denham und Clapperton, Original - Ausgabe, p. 155
river, which is here a very noble stream nearly of a quarter

dth - the water appeared perfectly stationary“. – Dann Derm nearly as large as the Thames at Richmond“ und auf der fol

err 60 „crossing the river at a dry spot".

inge von Sack geeses Felschneller.

V. Dr. Balfour Baikie's Thätigkeit am unteren Niger,

mit besonderer Berücksichtigung der Flussschwellen dieses
Stromes und derjenigen des Tsäd- und Nilbeckens.

Von Dr. H. Barth.
(Hierzu eine Tabelle und Tafel, Taf. II.)

Die grossen Erwartungen, die man im Jahre 1857 von den, systematisch auf eine Reihe von Jahren gemachten, Anstalten der Englischen Regierung hegte und öffentlich aussprach, die Erforschung des gewaltigen Doppelstrompaares West-Central-Afrika's nun zum Abschluss zu bringen, und diese weit ausgedehnten, wenn auch hin und wieder erschwerten, und durch Stromschnellen unterbrochenen, Wasserwege auch materiell ausbeuten zu lassen, haben sich nicht erfüllt. Weit davon entfernt, die Hauptstädte der, jene Gebiete beherrschenden, Reiche Sókoto und Gando zu erreichen, und ihre Lage, wie das bestimmt verheissen war, mit allen, einer grossen Expedition zu Gebote stehenden Mitteln, wie sie dem einzelnen, nur mit ungeheuerster Anstrengung und unter fortwährender, drohendster Gefahr durch solche Länder sich Bahn brechenden, Reisenden natürlicher Weise abgehn, sind die zahlreichen Mitglieder jener grossartig ausgestatteten Unternehmung in den, seit ihrem Anfang verflossenen, sieben Jahren nicht über die nächste Umgebung des untersten Stromlaufes hinausgekommen.

Denn, nachdem Dr. Baikie, der Chef jener Unternehmung, am 7. Oktober eben jenes Jahres 1857 in dem einen der Arme der, von mehreren Felsinseln unterbrochenen, Passage von Djeba, etwa 16 Engl. Meilen oberhalb und fast in derselben Breite mit der früher so volkreichen Stadt Rába"), sein Dampfschiff, den Dayspring, verloren hatte, blieb die ganze Gesellschaft, aus 12 Europäern und 38 Schwarzen bestehend, die Letzteren meist vom Stamme der Krü, an eben jener Uferstelle sitzen.

Allerdings war ein Theil der Ausrüstung bei dem Schiffbruch verloren gegangen, selbst die wissenschaftlichen Instrumente hatten, wenigstens theilweise, bei dem Unfall gelitten; aber dennoch wäre es, meiner auf persönliche Erfahrung in ähnlichen Fällen gestützten Ueberzeugung gemäss, zur Erreichung eines, den einmal angeregten, gerechten Erwartungen entsprechenden, Resultates das einzig Richtige gewesen, mit den geretteten, materiellen wie wissenschaftlichen, Mitteln und weiterer Ausrüstung, wie man sie sich von den nächsten Gouverneuren in Folge meines mit den einheimischen Landesfürsten abgeschlossenen Vertrages verschaffen konnte, ohne grösseren Verzug nach der Hauptstadt Sókoto oder Gando – denn zu diesem letzten, westlicheren Reiche, und nicht zu Sókoto, gehören im engeren Sinne jene Flusslandschaften – vorzudringen. Durch einen solchen-Schritt würde man, anstatt sein für dergleichen Unternehmungen entscheidendes prestige einzubüssen, im Gegentheil an wirklichem Ansehn noch gewonnen haben und hätte wohl glänzendere Resultate erreichen können. Anstatt dessen fristete die Expedition ein kümmerliches Dasein, und hat auch seitdem, trotzdem dass alljährlich ein neues Dampfschiff den Niger bis zu seiner Vereinigung mit dem Bénuë hinaufging, zumal für die wissenschaftliche Erforschung jener Gegenden, nichts Grossartiges geleistet. Aber dennoch ist, abgesehn von der, eben durch jene jahrelange Verzögerung hervorgerufenen, intimen Bekanntschaft mit den Verhältnissen und Personen, in beschränkteren Kreisen und im Einzelnen, gar Manches geschehen, besonders zur genaueren Kenntniss der jenen Flussläufen zunächst angrenzenden Landschaften; und in dieser Beziehung war schon die Oertlichkeit jenes Unglücksfalles, gerade an der Grenze der beiden blühendsten und früher mächtigsten Königreiche jener Gegend, Nüpe und Jóruba, von günstigem Ausschlag. Später waren Baikie's Hauptstationspunkte der Ort Katsa, gegenüber der gewerbthätigen Inselstadt Egga oder Egan am Niger, Bida (astronomisch bestimmt von Lieut. Glover), die gegenwärtige Residenz des Statthalters von Nüfe oder Nüpe, etwa 5–6 Meilen nordwestlich von jenem Kätsa, und Luködja, ein Marktort an der westlichen Seite des „Zusammenflusses“ der beiden Ströme (das ist die Bedeutung des Namens). Erwähnen will ich gleich bei dieser Gelegenheit, dass der Name des sogenannten Berges oder Mount Patteh der früheren Niger-Expeditionen, der hier angesetzt wurde, auf einem Irrthum beruhte, indem kpáti eben das Nüpe-Wort für „Berg“ im Allgemeinen ist und jener Berg in Wirklichkeit kpäti Luködja heisst „Berg des Zusammenflusses“ (Baikie, Reports, 44, inclosure 18 in No. 1). Auch ist so nun in weiterem Umfange das Vorhaben zur Ausführung gekommen, die, durch die verschiedenen Nigerfahrten schon früher allmählich bekannt gewordenen, Landschaften in der Nähe der Küste mit dem von mir, und später von Dr. Vogel, erforschten Inneren

') Eben diese Passage hatte Capt. Beecroft auf seinem Dampfer Ethiope mehrere Jahre zuvor, indem er, nach vorhergegangener sorgfältiger Untersuchung der verschiedenen Arme, einen anderen als Dr. Baikie gewählt hatte, glücklich passirt.

« AnteriorContinua »