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Ardea Goliath, Ruepp. lebt zerstreut; Egretta alba, E. garzetta, Linn. erscheinen überall. Von Kuhreihern Abu-Baqr

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أبو ملعقة

أبو بقر

sieht

man Buphus bubulcus, Sav., B.ralloides, Wagn. und B. leuconotos, Wagl. Abu-Mala qah (Platalea tenuirostris, Temm.) überall; desgl. Scopus umbretta, Linn. Der Sattelstorch

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ابوسعن

Abu-Mîah

(Mycteria senegalensis, Shaw.) vereinzelt an den Flufsufern. Der Abu-Se'n (Leptoptilos Argala, Linn.), in der Nähe bewohnter Orte, an Fleischbänken u. s. w. Seine unteren Schwanzdeckfedern bilden einen gerade jetzt sehr gesuchten Handelsartikel. Tantalus Ibis, Linn., Ibis religiosa, Cuv., letzterer arab. Na aîgeh - sind häufig; während sich Harpiprion Hagedash, Sparrm. zerstreut findet. An den südlichen Fung-Bergen haust auch vielleicht der sonderbare Geronticus comatus, Ehr. Ibis falcinellus, Linn. erscheint im Winter.

نعيجة

Schnepfenvögel. In Süd-Nubien ist die niedliche Actitis hypoleucos, Linn. sehr gemein. Am blauen Flufs haben wir sie dagegen nicht bemerkt.

بش الروش

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Flamingo's, arab. Baserûs nâr nicht gesehen, desto mehr in Mittel-Egypten.

Nafshorngänse, arab. Abu-Qaddûm

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terus gambensis, Lath., Sarkidiornis melanotos, Penn.) am Flusse und an Regenteichen häufig; desgl. Anas viduata, Linn., in Afrika mit rostfarbener Stirne. Belbûl

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Taucher (Podiceps minor, Lath.) selbst in Regenteichen des Innern. Seeschwalben (Sterna anglica, Mont., St. nilotica, Hasselq., St. caspia, Pall.) zwischen Kharțûm und Mesalamîeh nicht selten; desgleichen Rhynchops flavirostris, Vieill. Pelikane haben wir selbst nur bei Kharțûm gesehen; es sollen im Baḥr-el-azraq: Pelicanus rufescens, Lath. und P. giganteus, Br. (?) vorkommen.

تمسح

c) Amphibien.

Das Krokodil, hierogl. Emsuḥ, copt. Emsaḥ, arab. Timsaḥ

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, amh. Azo, Denq: Nyâñ, ist im blauen und weifsen Flusse, Ra'ad, Dindir, Tumât, Ġa al und Sôbât häufig und wird hier überall sehr gefürchtet, weit mehr als im nubischen und egyptischen Nile. Man harpunirt das auf einer Sandbank schlafende Thier und benutzt

den in seinen Unterkiefer- und Afterdrüsen abgesonderten Moschus als aromatisches Beiwerk zu Haarsalben u. s. w.

أبوقد

Von Schildkröten findet man die schon in der südwestlichen Bejûdah vorkommenden Abu-Qadda (Testudo sulcata, Mill.), die ebensogenannte Pelomedusa Gehafie, Ruepp., und, in den Flüssen, die Tirseh (Trionyx aegyptiacus, Geoffr.).

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وران البحر

نسة

Saurier sind zahlreich: z. B. in Häusern und felsigen Gegenden: Platydactylus aegyptiacus, Cuv., Hemidactylus verruculatus, Cuv.; in Wäldern halten sich aufserordentlich viel Agamen, z. B. Agama colonorum, Daud., A. sinaita, Heyd. und A. mutabilis, Merr., letztere durch den schnellen Farbenwechsel ausgezeichnet. Der Warân-el-Bahr - oder Nilwarner (Varanus niloticus, Hass.) findet sich sowohl im Flusse, als auch landeinwärts, in Teichen, so z. B. am Gebel-Ghûle. Erdammer Warân-el-Khalah Var. arenarius, Geoff., Var. ocellatus, Ruepp. sind in Steppen, z. B. um die Berge, bei Rosêres u. s. w., nicht selten. Man jagt sie und verzehrt ihr Fleisch. Acanthodactylus scutellatus, Aud., Eremias pardalis, Dum., Bibr. und Euprepes quinquetaeniatus, Licht. werden gleichfalls in Wäldern beobachtet. Denselben Aufenthalt wählt Gerrhosaurus flavigularis, Wiegm., geht jedoch auch, z. B. um Hedebât, in die Häuser der Eingeborenen.

Schlangen. Die Açalah Xhes

ام القرن

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ابو درق

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وران الخلة

(Python Sebae, Dum.,

Bibr.), von 16-20 Fufs Länge, kommt im Süden Sennâr's stellenweise vor. Den Namen Abu-Daraqa führen sowohl Naja Haje, Linn., Laur., als auch eine Echidna (Echidna Clotho, Merr.?). Die Omm-el-Qarn (Cerastes aegyptiacus, Dum., Bibr.) lebt an sonnigen Plätzen. Am G.-Ghûle entdeckten wir Heterophis resimus, Pet., eine interessante kleine Giftschlange, deren Rostralschild mit einer aufgestülpten Krämpe vorspringt. Rhagerrhis producta, Gerv., Psammophis punctatus, Dum., Bibr., Crotaphopeltis rufescens, Boie und Lytorhynchus Diadema, Dum., Bibr. in offenen Steppengegenden.

An froschartigen Amphibien ist Sennâr nicht arm; wir bemächtigten uns jedoch nur des Cystignathus senegalensis, Dum., Bibr., der Jungen einer nicht näher zu bestimmenden Art und des Bufo pantherinus, Boie.

d) Fische.

Der blaue und weifse Nil sind sehr fischreich. Man findet namentlich viele und riesige Welsarten. Bemerkenswerth sind: Der Quśr

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(Lates niloticus, Cuv., Val.), der Bultî

nilotica, Cuv., Val.), der Bunnî

der Khabbî

بياض

خبي

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(Barbus Binni, Cuv., Val.),

(Labeo niloticus, Cuv., Val.), der Bejâd

(Bagrus Bayad, Cuv., Val.), der Daqmâq Docmac, Cuv.), die Silbeh (eigentlich Silbet-Zerêk

دقماق شلبة زريك

قرموطة

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(B.

(Bagrus schilboides, Cuv., Val.), die Qarmûtah (Clarias lazera, Cuv., Val., Cl. Hasselquistii, Cuv., Val.), die Qarmûṭah - Ha(Heterobranchus Geoffroyi, Cuv., Val.), der (Pimelodus biscutatus, Geoffr.), der Ra'ad (Malap

leh

قرموطة حلة

ظمر

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merkwürdige Nilal (Gymnarchus niloticus, Cuv.) scheint dagegen selten oder wenigstens nur strichweise häufiger zu sein.

Die Eingeborenen Ost-Sudan's fischen theils mit der Angel, theils mit Netzen (seltener), theils mit Körben und Harpunen. Die gewonnenen Thiere werden entweder gekocht oder gebraten verzehrt, oder sie werden getrocknet. Die Berâbra bereiten aus getrockneten und gestampften kleinen Cyprinoiden (?) Mukhût-e'-çughajer eine Fischkonserve, berber. Targi genannt. Am weifsen Nile leben ganze Stämme fast ausschliesslich vom Ertrage des Fischfanges.

e) Gliederthiere.

Bei der grofsen Mannigfaltigkeit und dem Artenreichthum der hiesigen Arthropodenfauna beschränke ich mich auf Anführung weniger

charakteristischer Arten.

Die Copriden haben sehr grofse Vertreter, wie Copris Isidis, Sav. um Rosêres, C. Phidias, Fal., Ol., Heliocopris Antenor, Fabr., Oliv. Der prachtvolle metallischgrüne Ateuchus Aegyptiorum, Latr., wird, wohl ohne jeden Grund, für den heiligen Pillenkäfer der Alten gehalten; er findet sich südlich von Hellet - Qaqah und um die Ġebâl häufig. Speckkäfer, z. B. Dermestes vulpinus, Fab., sind auch hier ein wahrer Fléaux für den Sammler. Orthopteren sind sehr zahlreich: Poecilocera Calotropidis, Gerst. frifst die Blätter der Calotropis procera. Durch Gröfse macht sich Acridium peregrinum, Ol., durch abscheulich lautes Schrillen Gryllus capensis, Fabr., durch Gefrässigkeit Brachytrypes megalocephalus, Lef. bemerklich. Termiten (Termes destructor, Smeathm., Hag.) bauen in grofsen Mengen, besonders in

باودة

der Nähe der Flufsufer. Der Abu-Dalaf (Orycteropus) stellt ihnen fleissig nach; auf ihren Bauen leben einige Insekten, wie Paussus aethiops, Blanch., Westw., Dorylus affinis, Schuch. und D. diadema, Gerst. Die Hymenopteren liefern ein starkes Kontingent. Eine kleine schwarze Ameise (Ponerae spec.) lebt mit den Termiten im Kriege. Formica maculata, Fabr., welche in der Erde und an freien Plätzen, bald an Häuserwänden und den Wurzeln der Adansonien und Tamarinden baut, ist sehr räuberisch, namentlich sind es ihre schmalleibigen Arbeiter. Ein stahlblauer Hymenopter, viell. Pronaeus instabilis, Sav.? fliegt mit knarrendem Geräusch rastlos über die grasbewachsenen Lichtungen der sennârischen Wälder. Bienenzucht findet sich in Sennâr nirgend. Man holt, je nach Bedürfnifs, Honig von wilden Bienen (Apis Adansonii, Latr.?), welche in Erdspalten, Felsritzen und hohlen Bäumen bauen. Abyssinien liefert weit mehr Wachs und Honig, als Sennar. Die Dipteren stellen ein reiches Kontingent an Moskiten (Culex), deren grössere, mit weissgeringelten Beinen, Bâûdah genannt werden, wogegen eine sehr kleine, aber höchst lästige Art den Namen: Akol oskud K-Frifs bis Du schweigst" führt. Grofse Bremsen Dabbân (Tabanus) quälen die Hausthiere, besonders in der Regenzeit, furchtbar. Der merkwürdigste Zweiflügler Afrika's dürfte unstreitig die Tsetse (Glossina morsitans, Westw.) sein, in Sennâr Surrîțâ genannt. Sie ist bis jetzt in SüdCentral-Afrika, in Guinea und Ost-Central-Afrika gefunden worden. Schon Agatharchides deutet auf das Vorkommen dieses furchtbaren kleinen Geschöpfes in den oberen Nilgebieten. Bruce erwähnt seiner ausführlicher, als eines Bewohners Sennârs während der Regenzeit. Wir selbst beobachteten das Thier im Juni 1860 in Fezoghlu. Aus Manchem lässt sich schliefsen, dafs die Surrîțâ Ost-Sudâns eine Glossina sei 1). Sie haust ständig in manchen Gegenden Inner-Afrika's, so z. B. am Sobât, bei den Gûr-el-Gherî, und Gûr-e'- Fokhâni, südlich vom Bahr-el-Ghazâl, bei den "Njâm - Njâm" südlich von DârFûr u. s. w. Im Juni dringt sie vom Sôbât her nach Norden vor und geht dann bis Sennâr, in manchen Jahren sogar bis Ġedîde, zwischen Mesalamîeh und Kharțûm.

أكل أسكد

سريطا

4. Die Bewohner

Ost-Sudân's südlich vom 15° N. Br. gehören zweien Haupttypen, einem dunkelfarbenen und einem hellfarbenen, an. Der dunkelfarbene

1) Unsere eingesammelten Exemplare sind, wie die meisten in Fezoghlu gewonnenen Naturalien, während unserer Krankheit verloren gegangen.

Typus begreift eine Anzahl Negerstämme in sich, welche, auf verschiedenen Stufen der physischen und geistigen Ausbildung stehend, wenig mit den häfslichen, in der Nähe des Aequators wohnhaften, schwarzen Nationen Afrika's gemein haben, sich vielmehr vor diesen zu ihrem Vortheil auszeichnen. Wir heben unter ihnen besonders die

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hervor, ein wohlgebildetes Volk, dessen Gesichtsbildung sich durch gewisse Regelmässigkeit und Anmuth auszeichnet. Diese Fung - Sing. Funqi haben schlichtes, nur wenig gekräuseltes, nicht wolliges Haar, einen wohlgerundeten Hirnschädel, einen sich dem rechten nähernden, Camper'schen Winkel, ziemlich hohe Stirn, leicht nach Aufsen gebogene, seltener eingebogene, in den Flügeln etwas verbreiterte Nase, fleischige, stark vortretende, jedoch nicht aufgewulstete Lippen und einen schönen, grazilen Körperbau. Ihre Farbe ist dunkelschwarzbraun bis Schwarz. Sie sprechen eine eigene, äthiopische, in mehrere Dialekte zerfallende Sprache, welche bei den civilisirteren Funqi-Stämmen allmählich vom Arabischen verdrängt wird. Die Meisten sind Moslemîn; nur einige Tribus, für deren Bekehrung jedoch mohammedanische Sendboten eifrig wirken, huldigen noch dem Heidenthume.

a) Die civilisirtesten, auch physisch ausgezeichnetsten Fung sind die sogenannten Fung-Berûn. Diese bewohnen das Westufer des blauen Flusses von Sêru bis Hedebât und das Innere der Ġezîreh, zwischen dem 11-13° N. Br. Ihren Hauptsitz bildet das sogenannte Dâr-Berûn, die heutige türkische Provinz Ġebâl-e'-Fung. Sie sind von dunkelbronzefarbener, ins Schwärzlichbraune und entschieden Schwärzliche übergehender Haut, mit jenen regelmässigen, angenehmen Zügen von mildem, intelligentem Ausdruck, welcher das Funqi-Volk in seiner Reinheit charakterisirt. Ihr ziemlich langes Haar flechten diese Menschen bald in einige dickere Zöpfe, bald in viele, dünnere Stränge, bald winden sie eine grofse Flechte schneckenartig um den Hinterkopf, bald toupiren sie es zu drei umfangreichen, bald zu sechs und mehr kleineren, pyramidenförmigen Krausschöpfen empor. Ihre Weiber sind in Herstellung wundersamer, phantastischer, zuweilen höchst kleidsamer Frisuren sehr erfinderisch. Die Männer verhüllen sich mit engen, im Schlitz aber weiten Kniehosen und einer oder zweier Tôb's, d. h. 8 bis 11 berliner Ellen langen Stücken weifsen, an den Enden mit einfach rothen oder blauen oder buntfarbenen Streifen verzierten Baumwollenzeuges, welche in malerischem Faltenwurf um Schultern und Hüften drapirt werden ').

') Ferdah der Berâbra und Bejûdah-Nomaden.

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